top of page

Wildpflanzen und Wildgemüse haltbar machen - Teil 2 : Trocknen und Dörren


Das Haltbarmachen von Lebensmitteln durch Trocknen hat eine lange, Jahrtausende alte Tradition. Schon sehr früh erkannten unsere Vorfahren, daß man durch Trocknen Lebensmittel länger haltbar machen kann und sich somit Vorräte für "magere" Zeiten anlegen lassen.


Das trifft neben unseren Kulturpflanzen natürlich auch auf unsere wilden Pflanzen zu und wir können durch diese einfache Methode Blätter, Blüten, Wurzeln und Früchte z.B. für Tee- und Gewürzmischungen trocknen.


Die beste Sammelzeit für Blätter und Blüten ist in der Regel der späte Vormittag, nachdem der Tau abgetrocknet ist, dann ist bei den meisten Arten der Vital- und Nährstoffgehalt am höchsten.


Am besten entfernen wir bereits am Sammelort unschöne Blätter u.ä. und säubern das Sammelgut bereits - das erspart das ausgiebeige Waschen, was den Inhaltsstoffen nicht gut bekommt.


Das Gesammelte wird am besten in Körben oder Papier- und Stofftüten transprotiert - bitte keine Plastiktüten oder -gefässe verwenden, denn darin fängt das Sammelgut an zu schwitzen.


Gesammelt werden können sowohl Blätter als auch die Blüten, aberauch die Wurzeln und Früchte zahlreicher Wildpflanzen eignen sich hervorragend zum Trocknen und Dörren.


Zu Hause angekommen kann das Sammelgut nochmals durchgesehen werden (wer möchte kann es natürlich auch KURZ waschen und gut trocken schleudern). Dann einfach auf einem großen Tuch ausbreiten und an einem schattigen, gut belüfteten Ort zum Trocknen auslegen.


Vieles lässt sich auch sehr gut als luftig-gebundene Sträusse zum Trocknen aufhängen.


Auch mit einem sauberen Tuch oder Küchenpapier ausgelegte Holzkisten eignen sich hervorragend. Diese können sogar gestapelt werden und somit lassen sich auch grössere Mengen wunderbar platzsparend trocknen.


Wichtig ist, daß das Sammelgut nicht direkter Sonne ausgesetzt ist - das wirkt sich zum Teil negativ auf Aussehen und Inhaltsstoffe aus.


Schneller, allerdings energieintensiver lässt sich das Sammelgut in einem Dörrapparat trocknen. Dabei allerdings unbedingt darauf achten, daß die Temperatur 40 Grad nicht übersteigt , damit Vitamine, ätherische Öle und andere wertvolle Inhaltsstoffe so wenig Schaden wie möglich nehmen.


Abgeschlossen ist der Trockenvorgang, wenn Blätter und Blüten rascheltrocken sind. Dann kann das wertvolle Gut in luftdicht verschließbare, am besten dunkle Schraubdeckelgläser abgefüllt und an einem kühlen Ort gelagert werden. Blätter, welche sich dunkel verfärbt haben sollten aussortiert werden.


WAS KANN GETROCKNET WERDEN?


Es eignen sich "wilde" Blätter von z.B.:

  • Brennnessel

  • Spitz-, Mittel- und Breitwegerich - hier ist zu beachten, daß die Blätter vorsichtig gesammelt werden und dabei keine Knick- oder Bruchstellen entstehen. Dies führt beim Trocknen zu einer dunklen Verfärbung und dem Verlust einiger wichtiger Inhaltsstoffe.

  • Schafgarbe

  • junge Brombeerblätter

  • Weißdorn

  • Taubnessel

  • Löwenzahn

  • Beifuß - auch zum Räuchern sehr zu empfehlen

  • Dost (wildes Oregano)

  • u.v.m.


Blüten von z.B.:

  • Schafgarbe

  • Weißdorn

  • Hundsrose

  • Dost

  • Nachtkerze

  • Johanniskraut

  • u.v.m.


Wurzeln (im Herbst und Winter zu ernten) von z.B.

  • Löwenzahn

  • Knoblauchsrauke

  • Nelkenwurz

  • Brennnessel

  • u.v.m.


Samen von z.B.:

  • Brennnessel - als eiweissreiche Zugabe ins Müsli und grüne Smoothies

  • Knoblauchsrauke- zur Herstellung von "Senf" mit etwas Essig und Salz oder als Pfefferersatz

  • Hirtentäschel - als würzige, pfefferartige Zutat in Salaten

  • u.v.m.


Diese Liste kann natürlich nicht vollständig sein und bildet nur einen kleinen Ausschnitt ab.


Was sich z. B. ebenfalls sehr gut zum Trocknen eignet sind die Nadeln sämtlicher Nadelbäume. Diese können zusammen mit unraffiniertem Steinsalz zu einem leckeren "wilden" Salz oder mit Rohrohrzucker zu einer super Grundlage für "wilden" Zuckerguß werden.


VORSICHT: Ausgenommen ist hier die Eibe, diese sind giftig !


Hiermit kommen wir zu einem Sonderthema zum Trocknen und Haltbarmachen von Wildpflanzen, der Herstellung von "wilden" Salzen.


Dies werden wir Euch in einem nächsten Blog zum Thema näher vorstellen.


Jetzt erst mal raus auf Wildpflanzenstreif- und Sammelzug, um einen wertvollen Vorrat für die Wildpflanzenküche anzulegen.


VIEL SPASS DABEI - EUER WURZEL-GEIST-ENERGIE-TEAM


Uwe & Suzan Yamuna








15 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Commenti


Anker 1
Anker 2
Anker 3
bottom of page